Nein zum Pensionskassenwechsel

Die Fraktion der SP Aarau lehnt einen Wechsel von der Pensionskasse der Stadt Aarau zur Sammelstiftung Trianon einstimmig ab. Ein Wechsel bringt keine Verbesserungen.
Auf den ersten Blick scheinen die tieferen Risiko- und Kostenprämien für Stadt und Versicherte bei einem Wechsel vorteilhaft. Doch in Zukunft, also nach Ablauf der garantierten Laufzeit von 3 Jahren, werden die Risikotarife einseitig von der Rückversicherung Zurich Versicherung festgesetzt, ohne dass eine Kontrolle besteht, ob diese kostendeckend sind oder ob die Rückversicherung auf Kosten der Versicherten und der Arbeitgeberin damit Gewinn macht.
Die Trianon bietet einen hohen Umwandlungssatz – es ist jedoch eine Illusion zu glauben, in der Trianon könne 
man einen höheren Umwandlungssatz halten: Die Zurich kann die Umwandlungssätze autonom senken. Bei einer Differenz zwischen den Umwandlungssätzen des „Vorsorgewerks Stadt Aarau“ innerhalb der Trianon und der Zurich wird dem „Vorsorgewerk Stadt Aarau“ die Differenz in Rechnung gestellt.
Es führt kein Weg daran vorbei: Wenn die Lebenserwartung steigt, sinkt der Umwandlungssatz. Alles andere ist Augenwischerei. Das Versprechen, durch den Wechsel zur Trianon könne man einen höheren Umwandlungssatz bewahren, ist eine Täuschung. Bei einem Verbleib in der PK Aarau bleiben die Gewinne in der Kasse, nach einem Wechsel zur Trianon gehören die Gewinne der Rückversicherungsgesellschaft.
Wenn sich die Verzinsungsmöglichkeiten am Kapitalmarkt normalisieren, werden Pensionierungsgewinne in der PK Aarau der Kasse und den Versicherten zugutekommen und die Arbeitgeberin entlasten. In der Variante Trianon fallen die Gewinne an den Rückversicherer, Versicherte und Arbeitgeberin gehen leer aus.

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